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Perfektion, gibt es so etwas?

Veröffentlicht am von Laila888

Ich habe mich heute einmal wieder inspirieren lassen. Daher kommt auch mein Thema. Über dieses Thema fällt mir eigentlich sehr viel ein. Da kann ich auch gleich bei meiner Kindheit, über die ich gestern angefangen habe zu schreiben weiter machen.

Als ich klein war, wolle ich immer eine Prinzessin sein. Na gut, welches Mädchen wollte das nicht? Aber nicht wegen der typischen Merkmale, der Prinz kommt usw., nein, ich wollte einfach nur schön sein wie eine Prinzessin. Diese Wesen waren für mich damals die Perfektion, da ich mich selber hässlich fühlte. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich wegen meines Aussehens gehänselt werde. Wenn ich mir heute Bilder anschaue, könnte ich es sogar teilweise nachvollziehen. Ich finde mein Aussehen nicht schön. Früher war es vielleicht noch niedlich, aber mir hat man oft Dinge nachgeworfen, die man in dem Alter echt nicht hören wollte. Daher habe ich oft in meinem Zimmer gesessen, mir eine Strumpfhose auf den Kopf gesetzt (ich weiß, es klingt albern, aber so war es wirklich), damit einen Zopf geflochten und mir eine Wolldecke mit einem Gürtel an meinen Hüften als Kleid festgemacht. In diesen Momenten habe ich Lieder gesungen und mich im Kreis gedreht, mir meinem Traumprinzen vorgestellt und war glücklich, denn ich fühlte mich einfach hübsch, in meiner eigenen kleinen geschaffenen Welt. Als ich ein klein wenig älter wurde, habe ich den Film "Arielle - die Meerjungfrau" gesehen. Seit diesem Tag war dieser Film mein absoluter Lieblingsfilm und ich wollte genauso sein wie Arielle... Sie war hübsch, sie hatte ihren Prinzen und sie wurden von allen geliebt. Daraufhin gingen wir jeden Freitag ins Schwimmbad und unter der Wasseroberfläche habe ich immer gesungen und Meerjungfrau gespielt. In diesen Momenten war ICH "Arielle"...
Dazu muss ich sagen, zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen Bob, weil ich auf die gloreiche Idee kam, dass meine Igelfrisur einfach doof aussieht, man damit nichts machen kann und ich lange Haare haben möchte. So kam es, dass sie alle gleichlang sein sollten, also wurde einmal drum herum geschnitten. Aber wohl fühlte ich mich damit nicht, denn ich sah aus wie ein JUNGE! Für eine Prinzessin einfach nicht geeignet. Daher auch immer wieder die Strumpfhose auf dem Kopf, denn dann hatte ich lange Haare, zumindest in der Fantasie. Zum Glück wuchsen die Haare auch nach einer Zeit und ich konnte mal ein paar süße Zöpfe machen. Dennoch fühlte ich mich nie wirklich hübsch. An den Haaren lag es also nicht. Somit kam ich auf die Idee, diese in der Pubertät wieder abzuschneiden, denn Kurzhaarfrisuren waren zu dieser Zeit in, haute mir zentner von Schminke ins Gesicht und fühlte mich einigermaßen wohl damit. Irgendwann habe ich aber auch das wieder gelassen, meine Haare sind wieder gewachsen, die Schminke habe ich weg gelassen, denn ich glaubte immernoch an die natürliche Schönheit, dafür benötigt man nicht so viel Schminke. So habe ich einige Phasen in meiner Kindheit durchgemacht, nur um endlich mit mir zufrieden zu sein.
Fazit ist: ich bin es heute noch nicht, obwohl ich so viel in der Kindheit probiert habe, um einmal glücklich zu sein und mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich liebe meine Augen, ich liebe meinen Rücken, aber alles andere finde ich einfach nur scheußlich. Trotzdem kann ich damit leben, versuche das beste aus mir heraus zu holen und denke mir, auch innere Schönheit ist Schönheit. Und ich denke, davon habe ich doch einiges. Ein strahlendes Lächeln, eine nette Geeste, geben zu können, ohne etwas dafür haben zu wollen, einfach einen guten Charakter, ich denke, dass sind Eigenschaften, die man nicht unbedingt hat, wenn man äußerlich schön ist. Daher denke ich auch, Perfektion gibt es einfach nicht. Viele werden vielleicht sagen, ich mag mich so, wie ich bin, aber es gibt immer irgendeine Kleinigkeit, die einen stört (sei es ein Muttermal, sei es eine Narbe, man ist ein Neider, man ist zu Stolz...). Also sind auch schöne Menschen nicht perfekt und das stimmt mich wieder ein wenig positiver, da ich nicht die Einzige bin, die Probleme hat, mit sich selbst im Reinen zu sein.

Ergebnis: Menschen, die denken, sie sind perfekt, sind nicht interessant, da man an ihnen nichts mehr verändern kann, weil sie alles haben, so wird es schnell langweilig mit ihnen und man schaut sich nach etwas anderen um....
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