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wie man sieht...

Veröffentlicht am von Laila888

schwanke ich immer so zwischen gut und böse. Dadurch das ich mir viele Anregungen vorher hole, um einen Eintrag zu machen lässt sich das leider nicht ändern, sorry....

Heute will ich ein bisschen von meiner Kindheit bzw. meinen Vätern berichten. Da ich ja nun schon 25 bin hab ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel, um sie aufzuschreiben. Ich habe es ja schon einmal erwähnt, dass meine Eltern sich getrennt haben, als ich noch ein Baby war. Ich habe meinen richtigen Vater auch kennen gelernt, aber er ist wahrlich nicht das, was ich von einem Vater erwartet habe. Ich meine, ich habe vielerlei Geschichten gehört, wie es früher war, aber dabei haben einige vergessen, dass ich älter werde und somit Erinnerungen habe und irgendwann selbst beurteilen konnte, wem man glauben kann und wem nicht. Meine Oma (von meinem Vater die Mutter) hat praktisch immer wenn ich bei ihr zu Besuch war meine Mutter in den Schatten gestellt, schlecht geredet, dass sie früher viel falsch gemacht hat. Heute weiß ich z.B. dass meine andere Oma (Mamas Mutter) uns beide aufgenommen hat, als die Mama und mein (ich nenne ihn jetzt mal so, wie es ist) Erzeuger sich getrennt haben. Meine Mutter hat zu diesem Zeitpunkt auch noch gearbeitet, so dass ich weiß, bei meiner Oma ging es mir sehr gut. Sie hat sich um uns gekümmert, meine Mama hat sich um mich gekümmert (obwohl sie noch sehr jung war), dass weiß ich, da ich ab und an noch Erinnerungsfetzen habe, wie ich als kleines Kind ihr beim Fahrkarten knipsen (sie war Schaffnerin) geholfen habe und es immer toll fand, wenn ich knipsen durfte. (damals hatten die in die Fahrkarten mit so einem handlichen Apperat immer kleine Löcher rein geknipst) Ich hab, wie man ja schon deutlich vorher gelesen hat, sehr gerne bei meiner Oma gewohnt und ihr viel geholfen. Ich glaube, ich war ihr kleiner Engel. Das hat jeder gesagt, auch bei der Beerdigung, dass ich ja immer ihr Liebling und keiner für sie besser war... Das freut mich natürlich sehr... Aber nun weiter zu den Geschichten. Meine Mutter hat eigentlich nie schlecht über meinen Erzeuger gesprochen. So weit ich mich zurück erinnern kann hätte ich ihn sehen dürfen, wann ich wollte und das habe ich ja teilweise auch, wenn ich bei seiner Mutter zu Besuch war, aber das Verhältnis zwischen uns war immer so angespannt, wie bei zwei Fremden. Ich habe nie einen guten Kontakt zu ihm aufgebaut. Sie hat mir damals erzählt, dass sie beide einfach zu jung waren und Fehler gemacht haben. Sprich, sie hat sich auch nicht gut hingestellt und das rechne ich ihr hoch an. Ich glaube auch, das mein Erzeuger an einem gewissen Lebenspunkt einfach vom Alter her stehen geblieben ist. Er macht Dinge, die man macht, wenn man unter bzw. Mitte 20 ist. Dabei ist er fast 50... Von Oma habe ich gehört, dass sein Herz das auch nicht mehr so richtig mitmacht. Naja, verständlich. Er treibt sich immer mit irgendwelchen Jugendlichen herum und zieht mit denen um die Häuser. Er war schon immer ein Clown, veräppelt die Leute, egal ob er sie kennt oder nicht, macht sich über jeden lustig.. - das hört sich doch nicht an wie fast 50, oder??? Dementsprechend, was soll man da mit einem Kind. Ich glaube ja, dass er sich früher um mich bemüht hat, aber ich weiß z.B., dass er lieber einen Jungen gehabt hätte (tut mir ja leid, dass ich leider Gottes weiblich bin), aber sei es darum. Scheinbar hat er sich, als ich älter wurde nicht mehr wirklich für mich interessiert, sonst hätte er mir auch mal zum Geburtstag gratuliert oder zu Weihnachten oder was weiß ich. Aber es kam nie irgendetwas von ihm. Also kann ich auch heute noch gut darauf verzichten Kontakt mit ihm zu haben.
So, die Geschichte geht ja noch weiter: Ich kann mich noch ganz genau an einen sonnigen Tag erinnern, ich fuhr mit meinem Dreirad auf dem Hof vor dem Haus meiner Oma und ein Mann überreichte mir Märchenmemorykarten. Ich war sehr klein, ich denke ich muss um die 3 gewesen sein (immerhin saß ich schon auf dem Dreirad)... Leider kann ich mich nicht erinnern, was danach kam. Erst wieder an dem Tag, als meine Mutter diesen Mann heiratete... Komisch oder? Ich muss da 6 gewesen sein, aber an die Zeit vorher kann ich mich nicht erinnern. Ich habe immer so Lücken, wo ich etwas sehe, was für Momente ich hatte, als ich klein war, aber dazwischen ist alles, wie als wäre es nicht da. Hmmm, na gut, ich kann mich ja heute auch nicht mehr an alles erinnern, was ich letztes Jahr gemacht habe. Egal... es war auf jeden Fall eine lustige Hochzeit, wir haben sogar noch ein Video davon (Horror) und Bilder. Mein Bruder war zu diesem Zeitpunkt 2, ich dann 6. Mein neuer und zukünftiger Papa/Vati/Vater/Dad war sehr viel unterwegs, was das arbeiten anging, er war selten zu Hause, das weiß ich, aber dennoch habe ich ihn als meinen Vater akzeptiert. Irgendwann sind wir dann weg gezogen von dort, auch daran kann ich mich nicht ganz so viel erinnern und daraufhin sind wir noch einmal umgezogen in das jetztige selbstgebaute Haus meiner Eltern. Mein Vati hat eigentlich alles komplett alleine gebaut. Ein paar Nachbarn und Freunde haben ihm geholfen, aber sonst hat er wohl alles alleine gemacht. Ich bin sehr stolz auf ihn. Er hat so eine Angewohnheit, dass er immer irgendetwas neues bauen oder machen muss, sonst fehlt im irgendwas. Mitlerweile hat er schon 2 Schuppen um und an das Haus gebaut, jetzt fängt er an sich Bier zu brauen, er ist verrückt, aber er ist der beste Dad, den ich mir wünschen kann. In der Pubertät war ich sehr schwierig und ich habe ihn oft verflucht, für Dinge, die ich nicht durfte usw. aber heute weiß ich, er hat alles richtig gemacht. Er ist mit mir so umgegangen, als wäre ich sein leibliches Kind. Nie wurde ich von ihm anders behandelt. Ich kann mir keinen besseren Vater wünschen. Und genau dieser Vater wird mich nächstes Jahr zum Traualtar führen. Ich liebe meinen Dad und ich hoffe er ist stolz auf mich, denn er hat sehr viel zu meiner Erziehung beigetragen und dafür danke ich ihm sehr. Ich wäre nicht das, was ich heute bin... Vielen lieben Dank für alles....
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