Zufriedenheit
Guten Morgen ihr Lieben,
ihr bringt mich hier echt alle zum nachdenken und ja, ihr habt recht, ich bin weitestgehend mit meinem Leben zufrieden. Ich habe eben schon Monisha geschrieben, dass es Leute gibt, die wesentlich schlimmer dran sind, dagegen sind unsere kleinen Problemchen doch pille palle. Und die anderen Leute kommen doch auch mit ihren Schicksalsschlägen zurecht.
Die Kleine von meinem Schwager hatte alleine letzte Woche trotz Medikamente 4 Aussetzeranfälle. 4 Stück und das mit 2 Jahren. Und wenn ich dann höre, dass es in der Spezialklinik Leute gibt, die es NOCH schlimmer erwischt hat, da sollte man sich echt mal überlegen, über was man eigentlich den ganzen Tag meckert. Klar denkt man erst einmal an sich, aber wenn man dann auch nur die nahe Umgebung anschaut, da geht es doch schon los. Und dann sind die eigentlichen Problemchen doch echt nur Kleinigkeiten.
Erst an Silvester habe ich erfahren, dass eine Freundin von mir krank ist. Das sind Dinge im Leben, die man nicht regulieren kann. Sie ist von Natur aus sehr dünn, alle Klamotten sind zu groß, die Ärzte haben aber nie etwas gefunden. Jetzt ist sie 28 und musste auf Grund eines hervorstehenden Auges zum Arzt und da konnte man ihr nach mehreren Untersuchungen mitteilen, dass sie ein Schilddrüsenproblem hat, (das haben ja viele Leute, entweder zu Dicke oder zu Dünne), dass sie in ihrem ganzen Leben nicht mehr rauchen sollte, keinen Alkohol mehr zu sich nehmen möchte und auf diverse Lebensmittel (eigentlich alles, was man im Alltag nutzt) verzichten muss. (z.B. Cola, Fanta, Sprite, Käse- und Milchprodukte und viele viele andere). Und daher kommt auch diese Reaktion mit dem hervorstehenden Auge. Tja und sie ist Kettenraucherin, wer trinkt nicht mal gerne nen Schluck Alkohol.... Also ehrlich, es hört sich komisch an, aber wenn man sich das mal überlegt, ein ganzes Leben auf Alkohol verzichten? Das klingt doch wie ein abgestempelter trockener Alkoholiker, nie auf irgendetwas mit anstoßen, auf Parties nie auch mal einen Schluck trinken... ich finde das persönlich sehr schwer.
Naja, zurück kommend auf meine kleine Nichte. Mein Schwager erzählte, als er im Dezember in der Klinik war mit ihr, da hat er einen Jungen gesehen, dem es genauso ging wie der Kleinen, man weiß auch nicht welche Medikamente helfen und probiert und testet, ABER der Vater von dem Jungen ist dazu auch noch körperlich behindert und muss sich dann auch noch um den Sohn kümmern. Das ist sehr sehr schwer. Da kann man sich doch freuen, dass es einem selber noch so gut geht.
Na gut, ich habe wohl genug erzählt für heute. Ich denke, man sollte sich einfach mal mehr Gedanken machen, ob die Dinge im Leben, über die man sich beschwert, es wirklich wert sind, darüber zu nörgeln.
Eure Laila