vom Pech verfolgt
Hallo ihr Lieben,
ich frage mich ernsthaft, wie viele Niederschläge kann ein Mensch verkraften? Und wann merkt man, dass es wieder aufwärts geht? Hat jemand das Quäntchen Glück gesehen oder ist es im Winter erfroren?
Nicht nur, dass nach 2 Wochen TÜV und Inspektion schon wieder eine Kontrollleuchte am Auto angesprungen ist, nein, es scheint einfach nicht aufwärts gehen zu wollen.
Die Prüfung gestern haben wir dank der netten Richter (NICHT) auch verhauen... Es geht zwar um nichts, aber mir fehlt in diesem Moment einfach die Bestätigung für die Leistung die wir erbracht haben. Und wenn ich von meinen Trainern zu hören bekomme, dass sie da wussten, heute wird ein ganz besonderer Tag, da ich eigentlich der sichere Kandidat fürs Weiterkommen war (als zweite dran war), war für uns alle der Tag gegessen. Auch meine Trainerinnen, die still schweigend an der Prüfung teilnehmen mussten haben sich ihre Notizen gemacht und sind vom Glauben abgefallen, dass ich nicht durchgekommen bin. Sie fanden das mehr als gelungen und auch wenn nicht alles hundertprozentig geklappt hat (wann klappt das schon) sind sie davon ausgegangen, dass es gereicht hat. Aber nö, wir sind ja ein junges Team, das war alles sehr schwammig, da können wir auch kein Auge zudrücken war dann das Fazit. Man kann also dazu sagen, dass ich an diesem Tag die Zweitbeste war, eine Person von 9 hat bestanden, obwohl die Trainer meinten, wir waren gleich. Ich hatte da meine Schwäche, sie da, aber dank der Richter war ich zu schammig. Man muss um so einen Parcour herum laufen und im Slalom mit dem Hund in Fuß um Hütchen herum laufen. Um die Hütchen herum soll man einen gewissen Abstand lassen, damit der Hund auch genügend Platz hat um mit herum zu kommen. Da das mein Fehler im Training immer war, dass ich zu wenig Abstand gelassen hatte, habe ich in der Prüfung extra darauf geachtet und wie gesagt, von meinen Trainern nur Lob bekommen. Die Richter waren anderer Meinung, ich habe nicht genügend Abstand gelassen, daher habe ich für jedes umlaufende Hütchen einen Fehler bekommen. Da man die Übung hin und zurück laufen muss, das ganze auch noch zweimal, einmal mit Leine, einmal ohne Leine, bei 12 Hütchen, habe ich also da 24 Fehlerpunkte bekommen, weil es nicht als Folgefehler galt und damit waren die letzten beiden Übungen nur noch die Hoffnung für mich auf das Weiterkommen, denn man darf nur 30 Fehlerpunkte machen. Dazu muss man leider auch sagen, als ich dann frustriert zurück gegangen bin, als ich vom Platz runter bin hat mir eine andere Trainerin gesagt, dass damals bei denen Prüflinge durchgefallen sind, weil der Abstand zu groß war. Es gibt keine einheitlichen Richtlinien, wie viel Abstand man dazwischen tatsächlich zu lassen hat. Wichtig ist eigentlich, dass man den Hund nicht umrennt, was ich auch nicht getan habe, aber das hat nicht gereicht. Ich war die Einzige laut Aussagen der Anderen, wo der Hund einwandfrei im Fuß gelaufen ist, nicht gehinkt hat, nichts, aber das hat bei denen leider nichts gebracht. Das eigentliche Thema war nicht das Wichtigste. Eine andere, die durchgefallen ist, hat nicht mal die "Choreo" drauf gehabt (da man sich vorher den richtigen Weg um die Hütchen merken mussten), der Hund hinkte hinterher und sie hat das Lob bekommen, sie wäre bis jetzt am Besten gelaufen. Wir haben nur noch in uns gelacht und die Welt einfach nicht mehr verstanden. Die einzige, die bestanden hat, hatte natürlich den Vorteil, dass sie erst nach der Mittagspause dran war und wir jedem noch mal gesagt haben, extra große Abstände um die Hütchen zu lassen... Wenigstens ist eine durchgekommen, auch wenn das für alle, vor allem aber auch für die Trainer richtig mies war.
Nun darf ich ein halbes Jahr warten, bis ich die Prüfung wiederholen soll... ich habe auch gleich zu hören bekommen, ich brauche das gesamt Vortraining auch nicht mitmachen, meine Maus macht das ja ganz toll. Wir würden dann nur noch mal die Feinheiten machen, damit es dann nicht mehr so knapp ist.
Und in so einem Moment frage ich mich, warum ich jedes Mal ins heulen ausbreche, obwohl es so gesehen um nichts geht, aber ich bin jedes Mal gleich so emotional, dass ich mir selber oft in den Allerwertesten beißen könnte..... Nach dem ganzen Stress in den letzten Wochen war das so ein kleiner Hoffnungsschimmer, weil ich, mein Mann und auch meine Trainer davon ausgegangen sind, dass ich da durch komme. Jede Woche bin ich nach der Arbeit zum Training gerannt und letztendlich hat es doch nichts gebracht, weil das Glück einfach noch nicht wieder da ist. :-(
Eure Laila