Nicht viel
Hallo ihr Lieben,
einen schönen Montagmorgen wünsche ich euch. Ich bin müde, habe mal wieder nicht so gut geschlafen, aber naja, das überstehe ich auch schon irgendwie.
Letzte Woche hatte ich kurzzeitig wieder eine Panikattacke. Ich hoffe die hören irgendwann einmal auf. Freitag hatte ich frei bekommen, hatte davor aber einiges zu tun. Nun muss ich mal schauen, ob ich auf Arbeit ein klein wenig was ändere oder so weiter mache wie bisher. Ich bin gerne hier, aber ich komme nicht vom Fleck. Und um meinen blöden Englischkurs habe ich mich auch seit 2 Jahren nicht gekümmert. Ich schiebe es immer weiter hinaus... ach menno.....
Am Mittwoch habe ich auch wieder frei, da haben wir wieder nen Termin beim Neurologen. Ich bin am Überlegen, ob ich ihn mal frage, was er mir rät bezüglich meiner Attacken. Wenn sie denn da sind, sind sie nicht auszuhalten. Mein Hirn rasselt nur so von Gedankenfluten und mein Kopfkino siegt. Vor einer Therapie habe ich nach wie vor Angst. Ich sehe es nun bei meiner Freundin, da wird tief in die Vergangenheit gegangen, die möchte ich bei mir eigentlich ungerne aufwühlen bzw. nicht wirklich was von wissen. Sonst muss ich mir auch diese blöden Fragen stellen, wo ich für die Antwort schon ein schlechtes Gewissen hätte.
Beispiel: Meine Kollegin hatte vorletzte Woche einen kleinen Zusammenbruch und ist zum Arzt gegangen. Der hat ihr zu einer stationären Therapie geraten. Das möchte sie nicht, Therapie nebenbei findet sie ok, aber nicht stationär. Sie hat auch Angst den Anschluss zu verlieren und so..... naja, der Arzt fragte sie halt, woran das liegen könnte. Wir haben ein ähnliches Schicksal, was unsere Väter und deren Verwandten und so angeht. Sie möchte eigentlich auch nicht, dass da tiefgründiger nachgefragt wird. Um auf den Punkt zu kommen fragte der Arzt sie nach ihrem Verhältnis zur Mutter. Sie sagte ihm, dass es freundschaftlich ist. Dann kamen sie auf das Thema Exfreund ihrer Mutter zu sprechen, mit dem sie ein paar Jahre zusammen war und dass meine Kollegin den halt überhaupt nicht mochte bzw. gar nicht mit ihm klar kam. Da fragte der Arzt sie, ob sie glaubt, dass ihre Mutter sie liebt. Sie bejahte die Frage und er sagte, wie kann sie sie lieben, wenn sie trotzdem weiterhin mit dem Kerl zusammen blieb, obwohl meine Kollegin mit dem Mann nicht klar kam......
Also ehrlich, ich denke nicht, dass ihre Mutter sie nicht geliebt hat, ich denke eher, dass sie versucht hat in allen Belangen glücklich zu sein, wenn es bisher mit den Männern nicht geklappt hat. Muss man dann gleich sein Kind nicht lieben, nur weil man selber Zuneigung sucht???? Ich denke, so etwas fragt man nicht, das hätte er die Mutter fragen können, aber nicht meine Kollegin. Sie macht sich jetzt nen Kopf darüber und ist traurig, weil ihre Mutter nun so dasteht, als hätte sie sie nicht geliebt.
Vor so etwas habe ich totale Panik. Ich möchte einfach nicht, dass in meiner Vergangenheit gewühlt wird. Aber so weiterleben kann ich auch nicht. Versteht man das?
Naja, ich werde mich am Mittwoch mal überraschen lassen, ob ich frage oder nicht. Werde euch auf dem Laufenden halten.
Eure Laila