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Es gibt Menschen...

Veröffentlicht am von Laila888

... die gibt es einfach nicht. Am Freitag hatte sich bei uns einer beworben, der unbedingt bei uns arbeiten möchte. Also haben wir mit ihm ein Vorstellungsgespräch vereinbart mit der Anmerkung, dass er den Termin mit uns vereinbart hat, sprich es war sein Wunsch / Vorschlag, wie auch immer. Gestern sollte dieser sein, wer kam natürlich nicht? ER! Als ich gerade Feierabend machen wollte rief er an und meinte, ja ich konnte nicht, habe es vergessen, hatte mich noch bei einem anderen Unternehmen vorgestellt. Könnten wir einen neuen Termin vereinbaren. Daraufhin teilte ich ihm mit, er könne morgen (also heute) anrufen um 8.30 Uhr, dann machen wir einen neuen. Ja, er hat dann erst um 9.30 Uhr angerufen, somit hatte sich das Thema voll und ganz für uns erledigt. Dies teilte ich ihm auch mit und er knallte einfach den Hörer auf. Ja, was soll man nun davon halten. Es ist ja nicht unser Problem oder? Auf solche Leute müssen wir nicht warten und auf die sind wir auch nicht angewiesen. Fakt ist doch mal, dass man so die Zuverlässigkeit / Pünktlichkeit / Flexibilität der Leute sehen kann und das passt hier überhaupt nicht rein. Er sollte dann mal über sein Verhalten nachdenken. Schließlich taucht er hier bei uns einfach so auf, macht einen auf den größten besten Checker der Welt und nichts kommt hinterher bei raus. Weg damit!!!

So, dann hatten wir gestern wieder einen kleinen Konflikt mit dem besagten Mitarbeiter von letzter Woche. Nun hat er seine fristlose Kündigung eingereicht. Auch schön, ein Problem weniger für uns. Dann kam er mit irgendwelchen Dingen, die ihm angeblich der Arbeitsrechtler vom Arbeitsamt genannt hat, die nicht rechtens wären, er solle sich doch lieber schon mal einen Anwalt nehmen. Schön und gut, ich weiß ja nicht, was er dort alles erzählt, aber ich habe hier Fakten / Beweise mit Datum und Unterschrift des Mitarbeiters, die ich ihm alle wiederlegen kann. Aber wenn man Leuten nicht zuhört oder sie nicht ausreden lässt und sie dann solche "Fehler" begehen, ist das nicht mehr unser Problem. Und den Arbeitsvertrag, den er damals bei uns unterzeichnet hat, wäre auch nicht rechtens. All das hätte ihm der Arbeitsrechtstyp vom Amt erzählt. Der Witz an der Sache ist, dass wir an einen Tarifvertrag gebunden sind. Das heißt, uns werden die Arbeitsverträge dadurch vorgegeben, da können wir nichts ändern und das beste kommt noch, sie werden vorher vom Landesarbeitsamt geprüft, bevor wir die herausgeben dürfen. Der Arbeitsrechtler beißt sich somit ins eigene Fleisch. Aber gut, wir lassen es darauf ankommen. Außerdem hat er ja selber den Vertrag damals so unterschrieben, wenn ihm das jetzt nicht passt ist auch nicht unser Problem. Wir sind ja nicht für seine Dinge verantwortlich. Ich hab eigentlich nur Angst, dass der Kerl Amok läuft, wenn er merkt, dass er damit nicht weiter kommt, die Sperre für drei Monate beim Amt bekommt wegen fristloser Kündigung (die er ja selber eingereicht hat). Mein Pfefferspray habe ich hier immer noch stehen, da ich ganz genau weiß, dass da noch etwas kommen muss. Er bekommt dann ja wieder kein Geld und dann? Ja, dann muss man gefasst sein. Notfalls schließe ich die Tür ab. Aber er ist hier eher im Büro, als ich draußen sein kann, daher hoffe ich einfach auf meine Ausweichkünste und Trefferquote, so dass er eher das Spray im Auge hat, als ich auf dem Boden liegen kann. Wozu habe ich jahrelang Handball gespielt. Das habe ich schließlich alles gelernt. Mein Training sollte ich auch ganz schnell wieder aufnehmen, egal ob ich noch Halsschmerzen habe, aber dann bin ich auch noch fitter und gegen hoffentlich alles gewappnet. Ein bisschen Angst herrscht wirklich in meinem Inneren. Das sind wohl diese fraulichen Instinkte. Insgeheim hoffe ich ja, dass da nichts mehr kommt, aber wissen kann man es ja nicht. Ich werde auf jeden Fall weiterhin berichten, sollte hier noch etwas kommen.

So einen Fall hatten wir hier auch schon mal vor 2 1/2 Jahren. Oh man, da war ich ganz schön fertig. Folgende Situation:
Bei uns war ein Mitarbeiter angestellt. Dieser Mitarbeiter ist zur Arbeit gekommen, wann es ihm gepasst hat, sprich gar nicht mehr. 2 Wochen hat er insgesamt in dem einen Monat gearbeitet. Für alles andere hat er Abmahnungen bekommen und eine fristlose Kündigung. Natürlich wurde ihm wie jedem anderen auch in so einem Falle bei der Endabrechnung Vertragsstrafe abgezogen. Er kam dann also zu uns und wollte sein restliches Gehalt abholen. Natürlich war er mit dem Betrag überhaupt nicht einverstanden. Es blieb ja bei zwei Wochen Arbeit und zwei Wochen nicht bezahlte Tage so gut wie nichts mehr übrig. Daraufhin hat er natürlich ein Gespräch mit dem Chef verlangt. Dieser lies das auch zu und bestellte ihn in sein Büro. Wir waren damals noch in unserem alten Büro, da war alles aus Glas, ich hatte also auch immer einen Blick auf meinen Chef. Ja, da stand der Kerl plötzlich auf, wurde laut und fing dann an auf meinen Chef einzuprügeln. Nicht nur mit den Händen, nein auch mit seinem Knie und mit Bürogegenständen. Ich natürlich in meiner Panik sofort zum Telefon gegriffen, in dem Moment fiel mir natürlich so schnell nicht die Nummer ein (von der Polizei) bis ich nach einer kurzen Gedächtnispause nur den einen Knopf bei uns auf dem Telefon drücken musste, wo unsere Polizeistation schräg gegenüber eingespeichert war. Was für ein Akt sage ich euch. Noch während der Typ auf meinen Chef einschlug versuchte ich dem Polizisten zu erklären, was da gerade vor sich geht. Der wollte erst einmal in aller Ruhe meine Daten haben und genau wissen, was passiert ist und gerade passiert und so weiter, als der Kerl aus dem Büro gerannt kam und raus auf die Straße gelaufen ist. Ja schön dachte ich mir, während der Polizist immer noch Fragen stellte. Dann endlich aufgelegt verschwand mein Chef auch schon auf der Toilette und fing an sich "sauber" zu machen. Es war ja überall Blut. 5 Minuten später kam sein Kumpel an, mit dem er immer zusammen Mittagspause macht und den schickte ich natürlich gleich auf die Toilette zu ihm. Der machte sich dann natürlich auch gleich Vorwürfe, weil er zu spät dran war, dass dies ausgerechnet heute passieren musste. Aber mit so etwas rechnet man ja auch nicht. Ja und dann noch mal zehn Minuten später traf dann auch die Polizei ein. (wie gesagt, die saßen schräg gegenüber, ca. 1 Minute Fussweg) Dann fuhren auch ein paar Polizeiautos mit Blaulicht die Straße hinunter. Der Typ war natürlich schon über alle Berge, die hatten ihn den Tag auch nicht mehr gekriegt. Warum auch? Ich würde dann auch nicht nach Hause gehen. Die haben dann mich noch einmal alles abgefragt, dass ins Protokoll aufgenommen und sich den "Tatort" angeschaut und irgendwann dann auch mal meinen Chef. Es war schon sehr hart für mich. Ich bin ein Mensch, der sich so etwas nicht mal im Fernsehen anschauen kann und dann noch in der Realität? Es war ganz schrecklich für mich. Konnte auch nächtelang überhaupt nicht mehr schlafen, hatte immer wieder die Bilder vor Augen. Mittlerweile denke ich nur noch selten an den Vorfall, aber so etwas dauert auch lange. Mein Chef hatte zwei dicke blaue Augen, die Nase war gebrochen, ebenso das Jochbein. Alles in allem hat er natürlich Glück gehabt. Aber auch er hat zu Hause eine kleine Tochter sitzen und ich möchte echt nicht wissen, was sie gedacht haben muss, als sie ihren Vater gesehen hat. Vor allem Kinder in dem Alter müssen so etwas dann verstehen.
Wir waren dann ein Jahr später zu Gericht geladen, hatten auch noch Fotos von meinem Chef vorgezeigt, wie es aussah, aber der Kerl hat Sozialstunden bekommen. Obwohl wir da durch die Anklage von seinen früheren "Vergehen" erfahren haben. Ja, die Liste war lang von Gewalt bis Raub, Körperverletzung und auch eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung. Und dafür bekommt man dann Sozialstunden. Toll oder? Der Kerl ist 20 oder so. Fällt natürlich noch unter das Jugendstrafrecht. Und dann wundert man sich, wenn die Schläger vor dem Gesetz nicht zurück schrecken. Ihnen passiert ja nichts. Genau das ist so ein Thema, was immer wieder aufkommt, es wird nichts unternommen und man fängt wieder mit Diskussionen an, die am Ende eh nichts entscheiden werden.

Die Geschichte ist für uns noch glimpflich ausgegangen. Dennoch wurde dem Kerl bei Gericht versuchter Totschlag mitbewertet, da er auch die Büroutensilien (Telefon und Tastatur) benutzt hat und diese schwerwiegende Verletzungen hervorheben können. Tja, ich sag nur Sozialstunden...
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G
Ja, unser Rechtssystem ist nicht wirklich das Beste, wenn man so manche Verurteilungen nachdenkt.
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L
<br /> ja das stimmt und es wird immer ein leidiges Thema bleiben<br /> <br /> <br />
K
Ich würde mir da nicht sooo viele Gedanken mache. immerhin bist du ja nicht die einzige in deinem büro. Und du bist ja auch nicht für seine jetzige Situation verantwortlich. Also mach dir nicht so viele Gedanken,süße. Das bringt nur Falten. ;-)<br /> Liebe grüße
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L
<br /> Oh Gott, ne Falten kann ich überhaupt nicht gebrauchen <br /> Ich bin schon erleichtert, dass wir jetzt zwei Männer hier haben, so kann doch mal einer mit einschreiten. Vorher war ich ja mit Chef komplett alleine, ab und an war die Azubine hier. Ist dann doch<br /> schon ein anderes Gefühl<br /> <br /> <br />
I
Du hast ja schon Sachen erlebt! Ist jedenfalls nicht langweilig bei dir auf Arbeit. Wünsche dir noch eine ruhige Woche. LG Iris
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L
<br /> Ja stimmt schon. Ohne Aktion wäre mein Leben auch nicht so spannend.<br /> Danke, das wünsche ich dir auch. LG<br /> <br /> <br />
J
Gut ich versteeh das mit dem Führungszeugnis. bei uns durfte es glaube ich auch nicht älter als ein Jahr sein aber ich kann es nachvollziehen und ich finde das es ruhig regelmäßig angefordert werden sollte. Wer weiß was in 3 Jahren oder so alels passiert ist? Keiner. Das Examen ist ja 3 Jahre nach beginn der Ausbildung, da fand ich es schon okay. Ich glaube als ich zum nachexamen ein ahlbes Jahr später war, brauchte ich nochmals ein aktuelles Führungszeugnis denn das wollte das gesundheitsamt, ich weiß aber nicht mehr so genau!
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L
<br /> Aber in dem Job ja auch nachvollziehbar. Immerhin hast du dann ja mit Menschen zu tun und da zählt ja auch Geduld und Menschen mit Körperverletzung zeigen nicht unbedingt die Geduld.<br /> <br /> <br />
J
Was ist das für eine "Firma" in der du arbeitest den ein Führungszeugnis ist ja auch nicht Standdard als eingereichte Unterlagen. In der Ausbildung zur Krankenschwester musste ich das auch einreichen. Vor BEGINN und vor dem Examen und vor meiner Ausbildung habe ich ein freiwilliges Soziales jahr im Krankenhaus gemacht, da musste ich auch eines einrechen, kostet ja jeds mal Geld!
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L
<br /> Ich arbeite in einer Firma für Personalvermittlung. Da unsere Kunden im gewerblichen Bereich oft mit Diebstahl konfrontiert werden ist es für die wichtig, dass die Mitarbeiter ein Führungszeugnis<br /> vorlegen können, das nicht älter als ein Jahr ist. Klar, es kostet ja immer 13 Euro, aber verstehen kann ich es in dem Falle auch. Aber bei dir ist das schon hart. So oft müssen unsere das<br /> natürlich nicht machen.<br /> <br /> <br />