Fehlentscheidungen...
... die hat jeder, oder nicht? Manche kann man verkraften, manche einfach nicht.
Ich habe einige Fehlentscheidungen hinter mir, auf die ich gerne verzichtet hätte und wieder andere, die nicht von großer Bedeutung sind. Eine von den schlimmsten war damals bei dem Tod meiner Oma. Wie ich ja schon geschrieben hatte, als sie das letzte Mal zu Besuch war, wo ich mich nicht um sie gekümmert habe... Das war eindeutig eine von diesen nicht wieder gut zu machenden Fehlentscheidungen, die ich mein ganzes Leben lang bereuen werde. Aber ich muss auch ein bisschen in die Zukunft schauen. Daher möchte ich heute über 2 (oder besser gesagt 2/2) Menschen sprechen, wo ich defintiv frühzeitig falsch entschieden habe. Da ich gerne einiges wieder gut machen möchte, entschuldige ich mich mit diesem Artikel auch gleich bei den Leuten, auch wenn sie nichts davon wissen. (einen großen Teil zumindest nicht)
Es handelt sich hierbei um den Bruder meines Freundes (T.) und dessen Frau (S.) (mit 2/2 meine ich noch die beiden kleinen Kinder, gehören ja auch dazu). Als ich damals mit meinem Schatz zusammen gekommen bin, wurde mir immer wieder Geschichten über die kompletten Leute aus der Familie aufgetischt. Man schnappt Sachen auf, lernt Leute kennen, man muss sich nicht auf Anhieb mögen und denkt irgendwann genauso über diese Leute. (Das sollte man nie voreilig machen) So nun auch ich. Anfangs kannte ich die beiden ja noch gar nicht. Ich wusste, dass sie schwanger war und habe die ganzen Geschichten gehört, die früher so passiert sind mit seinem Bruder. So macht man sich seine Bilder von den Leuten und rechnet natürlich erst einmal mit dem schlimmsten. Da ich sowieso noch sehr schüchtern war zu der Zeit, da ich die Leute aus seiner Familie ja erst langsam kennen lernte, habe ich auch noch nicht wirklich viel mitgeredet. Ich habe mir immer alles aus dem Hinterhalt angehört, gelächelt, wenn andere gelacht haben und grimmiger geschaut, wenn sie von irgendwem schlecht gesprochen haben. Irgendwann kamen die beiden nun zu Besuch und da lernte ich auch seinen Bruder und die zukünftige kennen. Einen sonderlich guten Eindruck hatte ich nun nicht. Sie schaute grimmig drein, er war halt ein Kerl, der gerne viel redete. Außer "hallo" kam da auch nicht viel. Weder von mir, noch von den beiden. Er stellte ab und an mal eine Frage, aber ich war froh, wenn ich mich nicht zu den Themen äußern musste. Immerhin kannte ich den Großteil der Leute gar nicht, über die dort gesprochen wurde. Das war also der erste Tag, wo ich einen Teil seiner Familie kennen gelernt habe. Hmmm, also ich dachte mir gleich, die besten Freunde werden wir definitiv nicht. Und kaum waren die beiden auch schon aus der Tür, da ging das ganze Geläster los. "Man ist die fett und so hässlich und schaut immer so unfreundlich, da wirst du dich schon dran gewöhnen"... Okay, sie schaute grimmig drein, das ist mir ja aufgefallen, aber sie war halt schwanger, ist man da nicht dicker als normal? Nö, für die hieß es, sie war fett. Um mitreden zu können, habe ich genau diese Sprüche dann auch gebracht, denn irgendwie waren die beiden oft das Thema Nr. 1 am Tisch. Dann kam die Hochzeit Ende Februar der beiden und anstatt sich zu freuen oder so, nein, es ging in erster Linie nur wieder um das Geld und an zweiter Stelle kam, wie hässlich und dick sie doch aussah. Schön, wenn man das so sieht, warum sagt man dann zu ihr "du siehst toll aus", wenn es doch gar nicht so war? Diese Verlogenheit, echt ätzend. T. ist ein Mensch, der sehr auf Geld achtet. Von den Geschichten her sogar arg schlimm, dass er Geschenke anhand von Preisen (die er schätzte) verglich und wenn er etwas billigeres bekommen hatte, dass er dann einen Aufstand machte. So wirklich habe ich so etwas nie mitbekommen, ehrlich nur von Geschichten oder Telefonaten, aber so persönlich am Tisch oder so eigentlich nie. Vielleicht hat mich auch das einfach nicht interessiert. Ich meine, noch während der Hochzeitsfeier sprich dem Essen verrechnete seine Mutter das geschenkte Geld mit den Kosten für die Hochzeit, da sie die Kosten für die Feier vorgelegt hatte. Was soll denn bitte schön so etwas? Ich habe nur mit dem Kopf geschüttelt. Auf jeden Fall zog sich das immer weiter so hin, nach der Geburt des Kindes, dass sie ja immer noch so dick sei, dass sie das Erbe ihres Vaters sich auszahlen lassen will, damit die beiden sich ein Haus bauen können oder studieren kann oder was weiß ich. Es waren immer nur solche Gesprächsthemen und ich habe immer schön mit gelabert. Warum, dass weiß ich heute auch nicht mehr. Es tut mir nur wahnsinnig leid. Aber weiter. Nun wo das Kind da war, hieß es immer, sie hockt nur noch zu Hause und putzt, sie ist eine schlechte Mutter und schreit ihr Kind nur an usw. Es hörte einfach nie wirklich auf. Immer wurde sie nur schlecht gemacht, ohne dass sie es wusste. Wie dem auch sei, hatte sein anderer Bruder J. schlimme Sachen durchlebt und lag für längere Zeit in einer Klinik. (die Geschichte kommt wann anders) An einem Wochenende kamen dann T. und S., um ihn zu besuchen (Wir wohnten mit J. in der selben Stadt, die anderen beiden kamen aus der Heimat). Wir trafen uns schon früh am Morgen, fuhren Frühstücken und haben uns einigermaßen gut unterhalten. Es war das erste Mal, dass wir praktisch zu viert, also alleine etwas gemacht haben. Mein Schatz spendierte dann auch das Frühstück, sie bedankten sich sehr herzlich und dann fuhren wir in die Klinik. Auf der Hinfahrt haben wir doch ein wenig was zum lachen gehabt, haben uns über Familie unterhalten, wann wir denn Kinder wollen usw. Es war echt lustig. Als die beiden am Abend nach Hause fuhren, bekamen wir später am Abend einen Anruf von seiner Mutter. S. hat erzählt, dass sie total falsch über mich gedacht hat. Sie konnte mit mir nie wirklich etwas anfangen und sie ist total positiv überrascht, dass ich so bin, wie sie es sich nicht vorgestellt hatte. Kurz vorher hatte ich auch mit meinem Freund darüber gesprochen, dass es echt komisch war und das die beiden doch ganz nett sind und der Tag echt schön war. Es hatte Spaß gemacht. Von da an nahm ich mir auch vor, nicht mehr schlecht über die beiden zu reden. Es sollte somit auch noch besser werden. Der erste Schritt war getan. Zukünftig, wenn wir bei seiner Familie waren, hielt ich mich im Hintergrund, hörte mir an, wenn sie mal wieder über die beiden sprachen, aber redete nicht mehr mit. Ich kann nicht über Menschen sprechen, mit denen ich normal auch reden kann. Und da ich das von da an konnte, war es mir auch nicht mehr möglich in irgendeiner Form schlecht über die beiden zu sprechen. Entweder ich mag jemanden, dann redet man nicht hinter seinem Rücken oder ich mag jemanden nicht, dann ist es mir egal, obwohl nicht so wirklich, denn ich warte sonst immer ab, bis ich eine Person kenne und urteile dann. Dieses eine Mal war es halt anders und es war falsch. So kam es, dass wir uns immer und immer mehr von seiner Familie abkapselten und mehr und mehr den Kontakt mit T. und S. aufnahmen. Wir haben uns mittlerweile schon ein paar Male getroffen. Die 4 kamen zu uns und wir machten uns schöne Tage im Zoo oder vor kurzem erst auf dem Weihnachtsmarkt, auf der Kirmes... Und es ist immer witzig. An dem Tag, an dem wir aus dem Zoo wieder nach Hause kamen, waren unsere Männer noch im Einkaufszentrum für den Kleinen etwas besorgen und wir Frauen fuhren zu uns nach Hause und ich kochte etwas. Sie fragte auch gleich, ob sie mir helfen kann, aber ich koche für mein Leben gern und sie war schließlich der Gast... Ich nahm meinen Mut zusammen und ich sprach sie auf das Thema Familie an (also die von den beiden Kerlen, sprich Schwiegermutter)... Sie mochte das Thema auch nicht so gerne, da dort halt viel Müll erzählt wird. Ich habe ihr einiges erzählt, was da immer so gesprochen wird, sie hat mir erzählt, was so über uns erzählt wird und wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass wir eigentlich nicht wirklich etwas mit denen zu tun haben wollen, da die einfach nur falsch sind. Durch die Kinder sind sie leider an seine Mutter gebunden, da die ein Recht haben ihre Enkel zu sehen und außerdem ist sie die Mutter der Kerle. Sie meinte auch, wenn die Kinder nicht wären, dann würde sie da auch nicht hin fahren, dann müsste T. alleine hin. Aber sie ist seine Frau, es gehört sich so. Nur weil die so sind, muss man ja nicht auch so sein. Immer wenn wir uns sehen, reden wir natürlich darüber, ob es was neues gibt usw. Die beiden haben uns das auch mit dem Auto erzählt.
Das mit dem Geld stimmt schon, dass die beiden da sehr drauf achten, aber nicht so extrem, wie das immer erzählt wurde. Vielleicht war es so, aber heute ist das definitiv nicht so. Klar, die beiden haben jetzt 2 Kinder, einer arbeitet, einer ist zu Hause (er ist zu Hause, geht aber 3 x die Woche abends Pizza ausliefern), da kann man nicht mehr so auf den Putz hauen. Dennoch erarbeiten sie sich alles, so wie wir auch und gönnen sich auch etwas wenn das Geld da ist und nicht weiter benötigt wird. Aber so wie ich das sehe, geht sehr viel in die Kinder, was will man denn mehr?
Einen Tag fragte seine Mutter ihn, ob er ein Konto mit einem Dispo von 2000 Euro anlegen könnte, da sie dringend so viel Geld bräuchte. Wir konnten uns denken wofür, doch sie nannte keinen Grund. Er hat Familie, was bitte schön soll so etwas? Warum soll er sich absichtlich für andere verschulden? Er hätte das Geld sowieso nie wieder gesehen, hat sie bei uns ja auch nicht.
Fazit ist: Vertraue deinem Intinkt und nicht anderen. Urteile nicht voreilig über Menschen, die du nicht kennst. Lerne sie kennen, dann kannst du über sie urteilen.
Mir tut das wie gesagt heute echt sehr sehr leid, dass ich damals genauso hinterhältig war. Ich bereue es sehr. Mir sind die beiden echt ans Herz gewachsen. Früher bin ich da immer mit nem mulmigen Gefühl hin gefahren, wollte so schnell wie möglich wieder weg. Heute haben wir uns immer etwas zu erzählen und die Zeit vergeht wie im Flug. Und ich fahre nicht mehr mit einem mulmigen Gefühl hin. Ganz im Gegenteil, ich freue mich sogar, wenn wir uns sehen....
Jeder macht Fehlentscheidungen, man sollte dazu stehen, aber man kann sie auch zum positiven ändern, so dass man hinterher nicht mehr drüber spricht und sie vergessen kann.
Ich habe einige Fehlentscheidungen hinter mir, auf die ich gerne verzichtet hätte und wieder andere, die nicht von großer Bedeutung sind. Eine von den schlimmsten war damals bei dem Tod meiner Oma. Wie ich ja schon geschrieben hatte, als sie das letzte Mal zu Besuch war, wo ich mich nicht um sie gekümmert habe... Das war eindeutig eine von diesen nicht wieder gut zu machenden Fehlentscheidungen, die ich mein ganzes Leben lang bereuen werde. Aber ich muss auch ein bisschen in die Zukunft schauen. Daher möchte ich heute über 2 (oder besser gesagt 2/2) Menschen sprechen, wo ich defintiv frühzeitig falsch entschieden habe. Da ich gerne einiges wieder gut machen möchte, entschuldige ich mich mit diesem Artikel auch gleich bei den Leuten, auch wenn sie nichts davon wissen. (einen großen Teil zumindest nicht)
Es handelt sich hierbei um den Bruder meines Freundes (T.) und dessen Frau (S.) (mit 2/2 meine ich noch die beiden kleinen Kinder, gehören ja auch dazu). Als ich damals mit meinem Schatz zusammen gekommen bin, wurde mir immer wieder Geschichten über die kompletten Leute aus der Familie aufgetischt. Man schnappt Sachen auf, lernt Leute kennen, man muss sich nicht auf Anhieb mögen und denkt irgendwann genauso über diese Leute. (Das sollte man nie voreilig machen) So nun auch ich. Anfangs kannte ich die beiden ja noch gar nicht. Ich wusste, dass sie schwanger war und habe die ganzen Geschichten gehört, die früher so passiert sind mit seinem Bruder. So macht man sich seine Bilder von den Leuten und rechnet natürlich erst einmal mit dem schlimmsten. Da ich sowieso noch sehr schüchtern war zu der Zeit, da ich die Leute aus seiner Familie ja erst langsam kennen lernte, habe ich auch noch nicht wirklich viel mitgeredet. Ich habe mir immer alles aus dem Hinterhalt angehört, gelächelt, wenn andere gelacht haben und grimmiger geschaut, wenn sie von irgendwem schlecht gesprochen haben. Irgendwann kamen die beiden nun zu Besuch und da lernte ich auch seinen Bruder und die zukünftige kennen. Einen sonderlich guten Eindruck hatte ich nun nicht. Sie schaute grimmig drein, er war halt ein Kerl, der gerne viel redete. Außer "hallo" kam da auch nicht viel. Weder von mir, noch von den beiden. Er stellte ab und an mal eine Frage, aber ich war froh, wenn ich mich nicht zu den Themen äußern musste. Immerhin kannte ich den Großteil der Leute gar nicht, über die dort gesprochen wurde. Das war also der erste Tag, wo ich einen Teil seiner Familie kennen gelernt habe. Hmmm, also ich dachte mir gleich, die besten Freunde werden wir definitiv nicht. Und kaum waren die beiden auch schon aus der Tür, da ging das ganze Geläster los. "Man ist die fett und so hässlich und schaut immer so unfreundlich, da wirst du dich schon dran gewöhnen"... Okay, sie schaute grimmig drein, das ist mir ja aufgefallen, aber sie war halt schwanger, ist man da nicht dicker als normal? Nö, für die hieß es, sie war fett. Um mitreden zu können, habe ich genau diese Sprüche dann auch gebracht, denn irgendwie waren die beiden oft das Thema Nr. 1 am Tisch. Dann kam die Hochzeit Ende Februar der beiden und anstatt sich zu freuen oder so, nein, es ging in erster Linie nur wieder um das Geld und an zweiter Stelle kam, wie hässlich und dick sie doch aussah. Schön, wenn man das so sieht, warum sagt man dann zu ihr "du siehst toll aus", wenn es doch gar nicht so war? Diese Verlogenheit, echt ätzend. T. ist ein Mensch, der sehr auf Geld achtet. Von den Geschichten her sogar arg schlimm, dass er Geschenke anhand von Preisen (die er schätzte) verglich und wenn er etwas billigeres bekommen hatte, dass er dann einen Aufstand machte. So wirklich habe ich so etwas nie mitbekommen, ehrlich nur von Geschichten oder Telefonaten, aber so persönlich am Tisch oder so eigentlich nie. Vielleicht hat mich auch das einfach nicht interessiert. Ich meine, noch während der Hochzeitsfeier sprich dem Essen verrechnete seine Mutter das geschenkte Geld mit den Kosten für die Hochzeit, da sie die Kosten für die Feier vorgelegt hatte. Was soll denn bitte schön so etwas? Ich habe nur mit dem Kopf geschüttelt. Auf jeden Fall zog sich das immer weiter so hin, nach der Geburt des Kindes, dass sie ja immer noch so dick sei, dass sie das Erbe ihres Vaters sich auszahlen lassen will, damit die beiden sich ein Haus bauen können oder studieren kann oder was weiß ich. Es waren immer nur solche Gesprächsthemen und ich habe immer schön mit gelabert. Warum, dass weiß ich heute auch nicht mehr. Es tut mir nur wahnsinnig leid. Aber weiter. Nun wo das Kind da war, hieß es immer, sie hockt nur noch zu Hause und putzt, sie ist eine schlechte Mutter und schreit ihr Kind nur an usw. Es hörte einfach nie wirklich auf. Immer wurde sie nur schlecht gemacht, ohne dass sie es wusste. Wie dem auch sei, hatte sein anderer Bruder J. schlimme Sachen durchlebt und lag für längere Zeit in einer Klinik. (die Geschichte kommt wann anders) An einem Wochenende kamen dann T. und S., um ihn zu besuchen (Wir wohnten mit J. in der selben Stadt, die anderen beiden kamen aus der Heimat). Wir trafen uns schon früh am Morgen, fuhren Frühstücken und haben uns einigermaßen gut unterhalten. Es war das erste Mal, dass wir praktisch zu viert, also alleine etwas gemacht haben. Mein Schatz spendierte dann auch das Frühstück, sie bedankten sich sehr herzlich und dann fuhren wir in die Klinik. Auf der Hinfahrt haben wir doch ein wenig was zum lachen gehabt, haben uns über Familie unterhalten, wann wir denn Kinder wollen usw. Es war echt lustig. Als die beiden am Abend nach Hause fuhren, bekamen wir später am Abend einen Anruf von seiner Mutter. S. hat erzählt, dass sie total falsch über mich gedacht hat. Sie konnte mit mir nie wirklich etwas anfangen und sie ist total positiv überrascht, dass ich so bin, wie sie es sich nicht vorgestellt hatte. Kurz vorher hatte ich auch mit meinem Freund darüber gesprochen, dass es echt komisch war und das die beiden doch ganz nett sind und der Tag echt schön war. Es hatte Spaß gemacht. Von da an nahm ich mir auch vor, nicht mehr schlecht über die beiden zu reden. Es sollte somit auch noch besser werden. Der erste Schritt war getan. Zukünftig, wenn wir bei seiner Familie waren, hielt ich mich im Hintergrund, hörte mir an, wenn sie mal wieder über die beiden sprachen, aber redete nicht mehr mit. Ich kann nicht über Menschen sprechen, mit denen ich normal auch reden kann. Und da ich das von da an konnte, war es mir auch nicht mehr möglich in irgendeiner Form schlecht über die beiden zu sprechen. Entweder ich mag jemanden, dann redet man nicht hinter seinem Rücken oder ich mag jemanden nicht, dann ist es mir egal, obwohl nicht so wirklich, denn ich warte sonst immer ab, bis ich eine Person kenne und urteile dann. Dieses eine Mal war es halt anders und es war falsch. So kam es, dass wir uns immer und immer mehr von seiner Familie abkapselten und mehr und mehr den Kontakt mit T. und S. aufnahmen. Wir haben uns mittlerweile schon ein paar Male getroffen. Die 4 kamen zu uns und wir machten uns schöne Tage im Zoo oder vor kurzem erst auf dem Weihnachtsmarkt, auf der Kirmes... Und es ist immer witzig. An dem Tag, an dem wir aus dem Zoo wieder nach Hause kamen, waren unsere Männer noch im Einkaufszentrum für den Kleinen etwas besorgen und wir Frauen fuhren zu uns nach Hause und ich kochte etwas. Sie fragte auch gleich, ob sie mir helfen kann, aber ich koche für mein Leben gern und sie war schließlich der Gast... Ich nahm meinen Mut zusammen und ich sprach sie auf das Thema Familie an (also die von den beiden Kerlen, sprich Schwiegermutter)... Sie mochte das Thema auch nicht so gerne, da dort halt viel Müll erzählt wird. Ich habe ihr einiges erzählt, was da immer so gesprochen wird, sie hat mir erzählt, was so über uns erzählt wird und wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass wir eigentlich nicht wirklich etwas mit denen zu tun haben wollen, da die einfach nur falsch sind. Durch die Kinder sind sie leider an seine Mutter gebunden, da die ein Recht haben ihre Enkel zu sehen und außerdem ist sie die Mutter der Kerle. Sie meinte auch, wenn die Kinder nicht wären, dann würde sie da auch nicht hin fahren, dann müsste T. alleine hin. Aber sie ist seine Frau, es gehört sich so. Nur weil die so sind, muss man ja nicht auch so sein. Immer wenn wir uns sehen, reden wir natürlich darüber, ob es was neues gibt usw. Die beiden haben uns das auch mit dem Auto erzählt.
Das mit dem Geld stimmt schon, dass die beiden da sehr drauf achten, aber nicht so extrem, wie das immer erzählt wurde. Vielleicht war es so, aber heute ist das definitiv nicht so. Klar, die beiden haben jetzt 2 Kinder, einer arbeitet, einer ist zu Hause (er ist zu Hause, geht aber 3 x die Woche abends Pizza ausliefern), da kann man nicht mehr so auf den Putz hauen. Dennoch erarbeiten sie sich alles, so wie wir auch und gönnen sich auch etwas wenn das Geld da ist und nicht weiter benötigt wird. Aber so wie ich das sehe, geht sehr viel in die Kinder, was will man denn mehr?
Einen Tag fragte seine Mutter ihn, ob er ein Konto mit einem Dispo von 2000 Euro anlegen könnte, da sie dringend so viel Geld bräuchte. Wir konnten uns denken wofür, doch sie nannte keinen Grund. Er hat Familie, was bitte schön soll so etwas? Warum soll er sich absichtlich für andere verschulden? Er hätte das Geld sowieso nie wieder gesehen, hat sie bei uns ja auch nicht.
Fazit ist: Vertraue deinem Intinkt und nicht anderen. Urteile nicht voreilig über Menschen, die du nicht kennst. Lerne sie kennen, dann kannst du über sie urteilen.
Mir tut das wie gesagt heute echt sehr sehr leid, dass ich damals genauso hinterhältig war. Ich bereue es sehr. Mir sind die beiden echt ans Herz gewachsen. Früher bin ich da immer mit nem mulmigen Gefühl hin gefahren, wollte so schnell wie möglich wieder weg. Heute haben wir uns immer etwas zu erzählen und die Zeit vergeht wie im Flug. Und ich fahre nicht mehr mit einem mulmigen Gefühl hin. Ganz im Gegenteil, ich freue mich sogar, wenn wir uns sehen....
Jeder macht Fehlentscheidungen, man sollte dazu stehen, aber man kann sie auch zum positiven ändern, so dass man hinterher nicht mehr drüber spricht und sie vergessen kann.
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