2 Jahre...
...sind es nun schon her, als ich das letzte Mal hier vorbei geschaut habe. 2 Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in der viel passieren kann. Ich bin noch da - ich genieße meine Zeit als Mama - aber ich mag meine Rolle im Leben irgendwie nicht. Ich möchte versuchen die Dinge zu ändern, die Sachen zu machen, die mir Spaß machen, die mich erfüllen. Meine Mutterrolle erfüllt mich auf jeden Fall, mein kleiner Spatz ist zwar ein zorniger Frechdachs, aber so viel Liebe habe ich noch nie empfunden. Sie ist tatsächlich die Liebe meines Lebens und ich möchte mir nie niemals ein Leben ohne sie vorstellen müssen. So ein kleines Wesen verzaubert dich und die Welt. Vor allem aber auch die Sichtweise im Leben, denn für sie ist alles eine Entdeckung und zum Lernen und Erleben da. Sie erfreuen sich an Dingen, die für uns selbstverständlich sind. Es heißt nicht umsonst: Die Welt durch Kinderaugen sehen! Es stimmt. Vieles ist nicht wichtig, wenn man in diese kleinen strahlenden Augen schaut. Sie gibt meinem Leben einen Sinn. Aber das Leben oder auch der Alltag haben noch andere Seiten. Die der Hausfrau, Ehefrau, Arbeitnehmerin, Freundin - einfach nur Ich!
Dass man sich hinten anstellen muss mit seinen eigenen Wünschen und Interessen, das ist ja bekannt, aber muss man sich alles gefallen lassen? Ich denke nicht. Derzeit beginnt die dunkle Jahreszeit - meine nicht allzu beliebte Zeit. Es ist dunkel, nass und ungemütlich draußen. Nichts womit man irgendwie klar kommen will. Natürlich ist es schön bunt, wenn die Sonnenstrahlen vom Himmel scheinen, aber man merkt die Veränderungen der Menschen und auch der Stimmung in einem selbst.
Ich bin sehr oft traurig und fühle mich einsam und allein. Verlassen und nicht wahrgenommen. Irgendwie versuche ich mein ganzes Leben zusammen zu halten, aber ich merke wie es mir immer wieder entgleitet. Oftmals habe ich keine Chance mich zu rechtfertigen oder mir helfen zu lassen, da es meistens schon passiert bzw. zu spät ist. Der Schatten lauert wieder über oder auch in mir und lässt mich nicht los. Ich fühle mich gefangen in mir selbst. Ob ich es dieses Mal schaffen kann mich zu befreien?
eine verzweifelte Laila