Wednesday, 17. december 2008 3 17 /12 /Dez. /2008 13:57
die letzten beiden Tage wäre ich am liebsten gar nicht erst aufgestanden. Am Montag habe ich mich eigentlich noch gefreut, da ich nicht wirklich in die Firma musste sondern außerhalb unterwegs war. Dennoch war ich nicht sonderlich gut gelaunt, da mir die Zeit mit meiner Arbeit zu schnell verging und ich partou diesen Tag nicht rein kommen wollte. Also verbrachte ich endlos lange Minuten, um mir die Zeit zu vertreiben, bis ich dann kurz vor Feierabend eine perfekte Ausrede gehabt hätte, falls ich angerufen werde von der Firma. Das passierte zum Glück auch nicht. Danach ging es mir relativ gut, bis ich dann abends ein Telefonat führte, nach dem ich am liebsten alles was vor mir stand an die Wand geschmissen hätte. Eine Person in unserer Familie geht mir so derbe auf die Nerven, ich könnte mich nur noch über diese Person aufregen und das schlimmste ist, es wird immer und immer schlimmer. Keine Besserung in Sicht. Ich will nicht alles kaputt machen, aber am liebsten würde ich mit dieser Person nichts mehr, aber auch wirklich gar nichts mehr zu tun haben wollen, aber das ist leider echt nicht möglich. Nun weiß ich auch gar nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Die Meinung würde ich ihr so gerne stecken, aber wie gesagt, dann geht alles andere auch kaputt und das ist etwas, was ich gar nicht will, da mir die anderen Personen zu sehr am Herzen liegen. Ich kann doch nicht einen auf Friede, Freude, Eierkuchen machen und fröhlich Weihnachtsgrüße verteilen, wenn es doch partou nicht so ist.

Ich versuche den Fall einmal zu erklären. Mein Freund und ich haben dieser Person einen Freundschaftdienst erwiesen, da es halt familär ist und wir ihr etwas entgegenkommen wollten. So, dann haben wir hinten herum durch andere erfahren, dass sie uns auf gut Deutsch gesagt übers Ohr gehauen hat, wenn man es so möchte und uns nicht mal annähernd etwas darüber erzählt hat, obwohl man öfter miteinander telefoniert hat. Selbst heute, wo die Sache bei ihr durch ist, hat sie uns immer noch nichts davon erzählt. Praktisch wissen wir gar nicht, was sie gemacht hat. Aber sie zeigt auch keinerlei Reue oder so. Ich könnt ihr echt ein paar rein hauen, aber dafür bin ich echt zu lieb. (Leider)... Sie leistet sich Dinge, die kann man einfach nicht nach voll ziehen, aber sie selber versteht nicht einmal, dass sie etwas falsch macht. So lange es ihr gut geht (also sehr Ich-bezogen) ist alles in Ordnung. Nur so ist es NICHT! Für mich nicht, für meinen Freund nicht und für alle Angehörigen auch nicht. Ich kann und will nichts mit ihr an Weihnachten zu tun haben, denn ich habe echt die Schnauze voll mir von ihr alles vermiesen lassen zu müssen. Sie behandelt Menschen wie ihre Sklaven, ihren Mann wie Müll (hauptsache das Geld kommt ins Haus) und jedes ihrer Kinder wird komplett anders behandelt. Während der eine bekommt, was er will, gehen andere leer aus. So etwas macht man nicht. Und Kinder sollte man nie unterschiedlich behandeln sondern alle gleich. Ist ja kein Wunder, wenn die Kinder dadurch Störungen davon tragen. Was soll so etwas? Das kann es doch nicht sein. Jetzt hat sie zwei kleine Enkelkinder. Bevor das zweite auf die Welt kam hieß es schon aus ihrem Munde "das zweite Kind wird nie den Stand des ersten Kindes erreichen"... Und so etwas sagt eine Oma. Sollte man sie nicht alle gleich behandeln? Was kann das zweite Kind dafür, dass es nicht das erste geworden ist? Warum soll das erste mehr Vorteile haben? So ein Quatsch, aber sie glaubt, was sie da sagt. Letztendlich ist es aber auch so. Klar wird das zweite Enkel auf den Arm genommen und mit ihm gespielt, aber das erste ist immer noch das Lieblingsenkel. Kinder sind ja nicht doof, ich meine, das zweite ist erst 1 Jahr alt, aber scheinbar alt genug zu wissen, wo es hin will. Einen Abend wollten sich die Eltern mal einen schönen Tag machen, haben die kleinen bei Oma und Opa abgegeben (Opa hat eh nichts zu sagen) und kaum wurde es abends, die Kinder sollten ins Bett, stand das zweite Kind mit den Klamotten und der Decke in der Hand um 23 Uhr vor der Haustür und hat nach Mama und Papa gerufen. So wurde sie dann auch abgeholt, da es nicht mehr schlafen wollte und nur noch geschrien hat. Ja, da merkt man doch schon, dass etwas nicht in Ordnung ist, oder? Ich war immer gerne bei meinen Omas und Opas. Kann mich nicht erinnern, dass ich mal irgendwo stand und geschrien habe, weil ich nach Hause wollte. Was ist das für eine Person? Kümmert sich echt nur um das, was sie möchte, was sie für richtig hält. Das wichtigste jedoch ist, man kümmert sich um SIE... Ich glaube sie hat noch nie gehört, dass man im Leben nicht immer alles das bekommt, was man will. Denn sie denkt, sie ist die wichtigste Person überhaupt und jeder muss sich um sie kümmern. Nur leider klappt das auch nicht immer und dann macht man einen auf krank um bemitleidet zu werden. Ich denke, sie hat psychich einen weg und sollte dringend mal eine Therapie starten. Das würde sie aber nicht einsehen, so ist sie leider.. Die Familie um sie herum tut mir einfach sehr sehr leid, ich hoffe, dass eventuell nächstes Jahr dort etwas Ruhe einkehrt, denn der Mann möchte spätestens Anfang Februar Konsequenzen ziehen. Egal, wie er sich entscheidet, wir werden alle geschlossen hinter ihm stehen...
von Laila888 - veröffentlicht in: Alltag
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Tuesday, 16. december 2008 2 16 /12 /Dez. /2008 15:21
kann mir schon ab und an mal auf den Geist gehen, aber nie im bösen Sinne gemeint. Sie hat so ihren Tick. Sie möchte gerne abends einen Film oder irgend etwas anderes sehen, setzt sich dann gegen meinen Paps durch und nicht mal eine halbe Stunde später - wer schläft??? Meine Mama... Wenn man ihr das erzählt und mit diesen Argumenten durch setzen möchte, etwas anderes zu sehen, versucht sie eisern wach zu bleiben, nur um uns zu überzeugen, dass sie NICHT schläft... kann schon ab und zu witzig sein. Nur mein armer Paps tut mir in der Hinsicht schon ein wenig leid, da er sich ja das anschauen muss, was sie gucken wollte. Aber ich denke, so funktioniert nun mal die Ehe. Frauen versuchen sich im Hause durch zu setzen, damit sie irgendwo auch mal etwas zu sagen haben, wenn der Kerl schon derjenige ist, der die Familie zu versorgen hat. Ist das naturbedingt oder woran liegt so etwas? Oder will der Mann einfach seine Ruhe haben und sagt deshalb immer ja und amen zu allem?

Ich habe ja schon einiges über meine Mama berichtet, daher denke ich, auch sie hat einen wichtigen Teil in meinem Onlinetagbuch zu suchen.
So versuche ich sie erst einmal ein klein wenig zu beschreiben. Im erstern Augenblick haben uns früher die Leute gefragt, ob sie meine große Schwester ist. Nicht weil wir uns ähnlich sehen, ganz im Gegenteil. Ich habe außer der Augenfarbe so gar nichts von meiner Mutter. Vielleicht noch die Größe, das war es aber auch schon. Das Problem liegt darin, sie hat mich ja mit 18 Jahren bekommen. Recht jung, aber früher war das ja bekanntlich so. Heute hat sie sich sehr gut gehalten, so dass sie für ihr Alter recht jung aus sieht (mein Dad auch, sie sind gleich alt). Somit sieht sie zu jung aus, um meine Mutter zu sein, aber zu alt, um meine Schwester zu sein. Daher auch das "alte" bzw. "große" Schwester. Da ich auch sehr jung für mein Alter aussehe, weiß ich wenigstens, dass ich wohl noch etwas von ihr habe. Meinem Erzeuger sieht man immerhin an, dass er sich in seinem Alter befindet, meiner Mutter jedoch nicht.

Seit ich glaube 2 Jahren hat sie jetzt eine Schulung gemacht, um Stationsleitung oder so etwas zu werden. Diese hat sie nun nach langem Hick Hack und Problemen zu Hause auch mit einer 2 bestanden. Ich bin sehr sehr stolz auf sie, da Mädels, die wesentlich jünger (ich denke so in meinem Alter) sind ihre Prüfungen eher mit 3 bestanden haben. Von daher habe ich großen Respekt, dass sie dennoch bereit war, für eine Zeit wieder die Schulbank zu drücken, Stoff zu lernen und eine Projektarbeit zu schreiben, die über mehrere Seiten angesetzt wurde. Na gut, wir haben sie tatkräftig unterstützt in Punkto Rechtschreibung, Sachverhalte, Satzstellung, aber es hat sich ja wie man sieht gelohnt. Und den schlimmsten Teil hat ja schließlich auch sie gemacht. Aber die Zeit und Lust aufzubringen, dass alles noch einmal durch zu machen, ich hoffe für die Zukunft, dass es sich gelohnt hat und wenn alls klappt, dann braucht sie ab Mitte nächsten Jahres nicht mehr am Wochenende arbeiten und wir können endlich mehr Wochenenden zusammen verbringen, da es immer daran scheiterte, dass sie jedes zweite Wochenende arbeiten muss, dass wir uns sehen können. Das muss sie dann nicht mehr, da sie fast nur noch im Büro sitzt und somit geregelte Arbeitszeiten bekommt. Aber dafür hat sie sich ja auch angestrengt, daher drücke ich ihr ganz feste die Daumen, dass alles genau so klappt, wie sie es sich vorgestellt hat und wünscht. Also Mutti, alls liebe und Gute, ich bin total stolz auf dich, habe dich sehr sehr lieb und lass dich nicht unterkriegen, wir stehen hinter dir und glauben fest an dich. ...

Dazu muss man sagen, dass sie ohne Vater aufgewachsen ist, früher auch viel durch gemacht hat mit der Schwangerschaft, der Scheidung, aber sie konnte sich immer auf ihre Mutter verlassen. Ich denke ohne sie hätte sie das nicht alls so souverän gemeistert und wäre heute nicht das, was sie ist. Meine Mama ist die jüngste von damals insgesamt 8 Kindern. Sie hat leider nur noch 4 oder 5 Geschwister. Mit ihrem Bruder, den sie nicht kannte hatte sie sich vor kurzem getroffen, da sie durch Zufall seine Telefonnummer bekommen hat und war auch ganz aufgeregt. Ich glaube die beiden bleiben in Kontakt. Zu ihren beiden Schwestern haben wir und sie ein sehr sehr gutes Verhältnis aber die sind halt auch schon fast 20 Jahre älter als Mama. Somit auch schon Oma... Bei Mutti dauert das hoffentlich noch ein wenig. So schnell muss es bei mir und meinem Bruder ja nicht gehen. *g*....
von Laila888 - veröffentlicht in: Freunde
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Friday, 12. december 2008 5 12 /12 /Dez. /2008 11:47
Ich habe mich heute einmal wieder inspirieren lassen. Daher kommt auch mein Thema. Über dieses Thema fällt mir eigentlich sehr viel ein. Da kann ich auch gleich bei meiner Kindheit, über die ich gestern angefangen habe zu schreiben weiter machen.

Als ich klein war, wolle ich immer eine Prinzessin sein. Na gut, welches Mädchen wollte das nicht? Aber nicht wegen der typischen Merkmale, der Prinz kommt usw., nein, ich wollte einfach nur schön sein wie eine Prinzessin. Diese Wesen waren für mich damals die Perfektion, da ich mich selber hässlich fühlte. Ich hatte oft das Gefühl, dass ich wegen meines Aussehens gehänselt werde. Wenn ich mir heute Bilder anschaue, könnte ich es sogar teilweise nachvollziehen. Ich finde mein Aussehen nicht schön. Früher war es vielleicht noch niedlich, aber mir hat man oft Dinge nachgeworfen, die man in dem Alter echt nicht hören wollte. Daher habe ich oft in meinem Zimmer gesessen, mir eine Strumpfhose auf den Kopf gesetzt (ich weiß, es klingt albern, aber so war es wirklich), damit einen Zopf geflochten und mir eine Wolldecke mit einem Gürtel an meinen Hüften als Kleid festgemacht. In diesen Momenten habe ich Lieder gesungen und mich im Kreis gedreht, mir meinem Traumprinzen vorgestellt und war glücklich, denn ich fühlte mich einfach hübsch, in meiner eigenen kleinen geschaffenen Welt. Als ich ein klein wenig älter wurde, habe ich den Film "Arielle - die Meerjungfrau" gesehen. Seit diesem Tag war dieser Film mein absoluter Lieblingsfilm und ich wollte genauso sein wie Arielle... Sie war hübsch, sie hatte ihren Prinzen und sie wurden von allen geliebt. Daraufhin gingen wir jeden Freitag ins Schwimmbad und unter der Wasseroberfläche habe ich immer gesungen und Meerjungfrau gespielt. In diesen Momenten war ICH "Arielle"...
Dazu muss ich sagen, zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen Bob, weil ich auf die gloreiche Idee kam, dass meine Igelfrisur einfach doof aussieht, man damit nichts machen kann und ich lange Haare haben möchte. So kam es, dass sie alle gleichlang sein sollten, also wurde einmal drum herum geschnitten. Aber wohl fühlte ich mich damit nicht, denn ich sah aus wie ein JUNGE! Für eine Prinzessin einfach nicht geeignet. Daher auch immer wieder die Strumpfhose auf dem Kopf, denn dann hatte ich lange Haare, zumindest in der Fantasie. Zum Glück wuchsen die Haare auch nach einer Zeit und ich konnte mal ein paar süße Zöpfe machen. Dennoch fühlte ich mich nie wirklich hübsch. An den Haaren lag es also nicht. Somit kam ich auf die Idee, diese in der Pubertät wieder abzuschneiden, denn Kurzhaarfrisuren waren zu dieser Zeit in, haute mir zentner von Schminke ins Gesicht und fühlte mich einigermaßen wohl damit. Irgendwann habe ich aber auch das wieder gelassen, meine Haare sind wieder gewachsen, die Schminke habe ich weg gelassen, denn ich glaubte immernoch an die natürliche Schönheit, dafür benötigt man nicht so viel Schminke. So habe ich einige Phasen in meiner Kindheit durchgemacht, nur um endlich mit mir zufrieden zu sein.
Fazit ist: ich bin es heute noch nicht, obwohl ich so viel in der Kindheit probiert habe, um einmal glücklich zu sein und mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Ich liebe meine Augen, ich liebe meinen Rücken, aber alles andere finde ich einfach nur scheußlich. Trotzdem kann ich damit leben, versuche das beste aus mir heraus zu holen und denke mir, auch innere Schönheit ist Schönheit. Und ich denke, davon habe ich doch einiges. Ein strahlendes Lächeln, eine nette Geeste, geben zu können, ohne etwas dafür haben zu wollen, einfach einen guten Charakter, ich denke, dass sind Eigenschaften, die man nicht unbedingt hat, wenn man äußerlich schön ist. Daher denke ich auch, Perfektion gibt es einfach nicht. Viele werden vielleicht sagen, ich mag mich so, wie ich bin, aber es gibt immer irgendeine Kleinigkeit, die einen stört (sei es ein Muttermal, sei es eine Narbe, man ist ein Neider, man ist zu Stolz...). Also sind auch schöne Menschen nicht perfekt und das stimmt mich wieder ein wenig positiver, da ich nicht die Einzige bin, die Probleme hat, mit sich selbst im Reinen zu sein.

Ergebnis: Menschen, die denken, sie sind perfekt, sind nicht interessant, da man an ihnen nichts mehr verändern kann, weil sie alles haben, so wird es schnell langweilig mit ihnen und man schaut sich nach etwas anderen um....
von Laila888 - veröffentlicht in: Gefühle
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Thursday, 11. december 2008 4 11 /12 /Dez. /2008 14:34
schwanke ich immer so zwischen gut und böse. Dadurch das ich mir viele Anregungen vorher hole, um einen Eintrag zu machen lässt sich das leider nicht ändern, sorry....

Heute will ich ein bisschen von meiner Kindheit bzw. meinen Vätern berichten. Da ich ja nun schon 25 bin hab ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel, um sie aufzuschreiben. Ich habe es ja schon einmal erwähnt, dass meine Eltern sich getrennt haben, als ich noch ein Baby war. Ich habe meinen richtigen Vater auch kennen gelernt, aber er ist wahrlich nicht das, was ich von einem Vater erwartet habe. Ich meine, ich habe vielerlei Geschichten gehört, wie es früher war, aber dabei haben einige vergessen, dass ich älter werde und somit Erinnerungen habe und irgendwann selbst beurteilen konnte, wem man glauben kann und wem nicht. Meine Oma (von meinem Vater die Mutter) hat praktisch immer wenn ich bei ihr zu Besuch war meine Mutter in den Schatten gestellt, schlecht geredet, dass sie früher viel falsch gemacht hat. Heute weiß ich z.B. dass meine andere Oma (Mamas Mutter) uns beide aufgenommen hat, als die Mama und mein (ich nenne ihn jetzt mal so, wie es ist) Erzeuger sich getrennt haben. Meine Mutter hat zu diesem Zeitpunkt auch noch gearbeitet, so dass ich weiß, bei meiner Oma ging es mir sehr gut. Sie hat sich um uns gekümmert, meine Mama hat sich um mich gekümmert (obwohl sie noch sehr jung war), dass weiß ich, da ich ab und an noch Erinnerungsfetzen habe, wie ich als kleines Kind ihr beim Fahrkarten knipsen (sie war Schaffnerin) geholfen habe und es immer toll fand, wenn ich knipsen durfte. (damals hatten die in die Fahrkarten mit so einem handlichen Apperat immer kleine Löcher rein geknipst) Ich hab, wie man ja schon deutlich vorher gelesen hat, sehr gerne bei meiner Oma gewohnt und ihr viel geholfen. Ich glaube, ich war ihr kleiner Engel. Das hat jeder gesagt, auch bei der Beerdigung, dass ich ja immer ihr Liebling und keiner für sie besser war... Das freut mich natürlich sehr... Aber nun weiter zu den Geschichten. Meine Mutter hat eigentlich nie schlecht über meinen Erzeuger gesprochen. So weit ich mich zurück erinnern kann hätte ich ihn sehen dürfen, wann ich wollte und das habe ich ja teilweise auch, wenn ich bei seiner Mutter zu Besuch war, aber das Verhältnis zwischen uns war immer so angespannt, wie bei zwei Fremden. Ich habe nie einen guten Kontakt zu ihm aufgebaut. Sie hat mir damals erzählt, dass sie beide einfach zu jung waren und Fehler gemacht haben. Sprich, sie hat sich auch nicht gut hingestellt und das rechne ich ihr hoch an. Ich glaube auch, das mein Erzeuger an einem gewissen Lebenspunkt einfach vom Alter her stehen geblieben ist. Er macht Dinge, die man macht, wenn man unter bzw. Mitte 20 ist. Dabei ist er fast 50... Von Oma habe ich gehört, dass sein Herz das auch nicht mehr so richtig mitmacht. Naja, verständlich. Er treibt sich immer mit irgendwelchen Jugendlichen herum und zieht mit denen um die Häuser. Er war schon immer ein Clown, veräppelt die Leute, egal ob er sie kennt oder nicht, macht sich über jeden lustig.. - das hört sich doch nicht an wie fast 50, oder??? Dementsprechend, was soll man da mit einem Kind. Ich glaube ja, dass er sich früher um mich bemüht hat, aber ich weiß z.B., dass er lieber einen Jungen gehabt hätte (tut mir ja leid, dass ich leider Gottes weiblich bin), aber sei es darum. Scheinbar hat er sich, als ich älter wurde nicht mehr wirklich für mich interessiert, sonst hätte er mir auch mal zum Geburtstag gratuliert oder zu Weihnachten oder was weiß ich. Aber es kam nie irgendetwas von ihm. Also kann ich auch heute noch gut darauf verzichten Kontakt mit ihm zu haben.
So, die Geschichte geht ja noch weiter: Ich kann mich noch ganz genau an einen sonnigen Tag erinnern, ich fuhr mit meinem Dreirad auf dem Hof vor dem Haus meiner Oma und ein Mann überreichte mir Märchenmemorykarten. Ich war sehr klein, ich denke ich muss um die 3 gewesen sein (immerhin saß ich schon auf dem Dreirad)... Leider kann ich mich nicht erinnern, was danach kam. Erst wieder an dem Tag, als meine Mutter diesen Mann heiratete... Komisch oder? Ich muss da 6 gewesen sein, aber an die Zeit vorher kann ich mich nicht erinnern. Ich habe immer so Lücken, wo ich etwas sehe, was für Momente ich hatte, als ich klein war, aber dazwischen ist alles, wie als wäre es nicht da. Hmmm, na gut, ich kann mich ja heute auch nicht mehr an alles erinnern, was ich letztes Jahr gemacht habe. Egal... es war auf jeden Fall eine lustige Hochzeit, wir haben sogar noch ein Video davon (Horror) und Bilder. Mein Bruder war zu diesem Zeitpunkt 2, ich dann 6. Mein neuer und zukünftiger Papa/Vati/Vater/Dad war sehr viel unterwegs, was das arbeiten anging, er war selten zu Hause, das weiß ich, aber dennoch habe ich ihn als meinen Vater akzeptiert. Irgendwann sind wir dann weg gezogen von dort, auch daran kann ich mich nicht ganz so viel erinnern und daraufhin sind wir noch einmal umgezogen in das jetztige selbstgebaute Haus meiner Eltern. Mein Vati hat eigentlich alles komplett alleine gebaut. Ein paar Nachbarn und Freunde haben ihm geholfen, aber sonst hat er wohl alles alleine gemacht. Ich bin sehr stolz auf ihn. Er hat so eine Angewohnheit, dass er immer irgendetwas neues bauen oder machen muss, sonst fehlt im irgendwas. Mitlerweile hat er schon 2 Schuppen um und an das Haus gebaut, jetzt fängt er an sich Bier zu brauen, er ist verrückt, aber er ist der beste Dad, den ich mir wünschen kann. In der Pubertät war ich sehr schwierig und ich habe ihn oft verflucht, für Dinge, die ich nicht durfte usw. aber heute weiß ich, er hat alles richtig gemacht. Er ist mit mir so umgegangen, als wäre ich sein leibliches Kind. Nie wurde ich von ihm anders behandelt. Ich kann mir keinen besseren Vater wünschen. Und genau dieser Vater wird mich nächstes Jahr zum Traualtar führen. Ich liebe meinen Dad und ich hoffe er ist stolz auf mich, denn er hat sehr viel zu meiner Erziehung beigetragen und dafür danke ich ihm sehr. Ich wäre nicht das, was ich heute bin... Vielen lieben Dank für alles....
von Laila888 - veröffentlicht in: Freunde - Community: Befreiung des "Inneren" Kindes
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Wednesday, 10. december 2008 3 10 /12 /Dez. /2008 12:50
... auch damit muss man sich irgendwann einmal auseinander setzen. Einige zu früh, andere später, wieder andere vielleicht gar nicht? Wer weiß das schon. Es kommt auch immer darauf an, was man darunter versteht und wie jeder Einzelne das sieht. Kommen wir nun zu mir, was ich darunter verstehe. Dazu fallen mir spontan 3 Sachen ein.

1. ganz eindeutig der Tod meiner Oma, von dem ich ja schon berichtet habe, warum sie von uns gehen musste, obwohl es doch noch viel zu früh war für so eine gutmütige Frau. Eine sehr negative Seite meines Lebens, obwohl ich mich danach doch mit ihrem Tod versucht habe auseinander zu setzen. Ich habe dadurch auch ein wenig Einsicht erhalten. Es war nicht leicht für mich, aber es tat verdammt gut. Okay, die Geschichte: Meine Mama ist Altenpflegerin. Sie macht ihren Job sehr gut. Ich finde diese Frau so faszinierend stark, obwohl es manchmal gar nicht so rüber kommt. (Also sorry Mutti, ich liebe dich) Sie hat ziemlich lange zu Hause die Hausarbeit übernommen, während mein Dad immer auf der Arbeit ist, (einer musste ja das Geld aufbringen) und sie hat sich um meinen Bruder und mich gekümmert. Eines Tages hat sie sich (keine Ahnung, wie sie darauf kam) dazu durchgerungen und eine Umschulung zur Altenpflegerin angefangen. In dem Alter (okay, da war sie Anfang - Mitte 30, aber schon sehr beachtlich) finde ich es schon sehr toll, überhaupt noch einmal die Schulbücher zu wälzen. Naja, auf jeden Fall hat sie dann bei uns in der Nähe in einem Altenheim gearbeitet und ich bin ab und zu mal hingefahren und habe ein bisschen mitgeholfen, um einfach auch mal zu sehen, wie das so ist. Man stellt sich ja immer alles so komisch vor und ich wollte halt genau herausfinden, was sie da so alles macht. Und ganz ehrlich, für diesen Job muss man geeignet sein. Ich könnte das nicht. Da habe ich tierischen Respekt, vor der Arbeit, die sie macht. Ich habe dann dort eine Frau kennen gelernt, die war so Mitte 80 denke ich. Die nette alte Dame hatte einen Schlaganfall und kann seit dem nichts mehr alleine machen, nicht mal mehr richtig sprechen. Und da hielt mir meine Mama vor Augen, das hätte auch Oma sein können. Sie starb an einem Schlaganfall. Hätte sie ihn überlebt, hätte sie vielleicht auch so leben müssen. Wer weiß das schon. Von daher war, auch wenn es mir schwer fällt das zu sagen, ihr Tod die bessere Lösung von beiden. Klar hätte auch alles in Ordnung sein können, aber bei der Technik vor noch 10 Jahren, war es weit aus noch nicht so weit fort geschritten, dass es selbstverständlich ist so etwas zu überleben. Klar kam das vor, aber meistens war doch eine von den anderen beiden Lösungen vorgesehen. Daher denke ich, es ist schön zu wissen, dass sie keine Schmerzen hatte, als sie von uns ging und ich weiß, dass es ihr damit sehr gut geht. Dennoch war es einfach zu früh für soetwas. Aber man steckt ja nicht im Leben drin.

So, kommen wir nun zu dem
2. Punkt. Meine Tante. Ja genau meine Tante. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Schwestern meiner Mama. Dennoch schockiert es mich, wenn ich ihr Schicksal betrachte. Sie ist so ein liebenswerter Mensch, das glaubt man kaum. Seit ich klein bin ist sie für mich meine kleine dicke Tante D. Aber das dick ist nicht böse gemeint, dass weiß sie auch, sie macht selber Scherze darüber. Aber wie es dazu gekommen ist, dass weiß ich erst heute so ganz genau. Sie hat das Schicksal hart getroffen. Hier erzähle ich auch diese Geschichte. Meine Tante fand den Mann ihres Lebens, der sie so liebte, wie sie war. Dennoch sollte es gerade mal 2 Jahre dauern, dass die beiden verheiratet waren, als er verstarb. Seither hat sie nicht wirklich wieder jemanden gehabt. Das ist jetzt auch schon 20 oder 25 Jahre her, ich weiß es gar nicht genau. Wie gesagt, ich kannte ihn nicht oder ich war zu klein. Da frage ich aber auch nicht gerne nach. Auf jeden Fall sollte das nicht alles sein. Eine sehr gute Freundin von ihr verstarb ebenso und hinterließ zwei Kinder. Diese hat meine Tante ohne zu zögern aufgenommen und groß gezogen. Mit der einen hat sie seit der Volljährigkeit eigentlich keinen Kontakt mehr und mit der anderen lebt sie unter einem Dach. Sie verstehen sich super. Ich finde es schon toll, dass sie das so einfach gemacht hat und ihre Tochter liebt sie, als wäre sie ihre leiblich Mutter. Von der anderen, keine Ahnung, was sie denkt, aber es ist halt ihr Leben und wenn sie keinen Kontakt möchte, bitte, aber an meiner Tante lag es definitv nicht. Naja und dann ist halt auch noch ihre Mutter (meine Oma) gestorben und das hat sie halt noch einmal aus der Bahn geworfen. So oft, wie das Schicksal bei ihr zugeschlagen hat, wäre es nur fair, wenn sie jetzt endlich mal ihre Ruhe finden würde. Statt dessen muss sie sich mit 2 künstlichen Kniegelenken herum plagen, weil sie Rheuma hat und kann bald auch nicht mehr arbeiten. Das Problem nur ist, dass das Amt ihr verweigert jetzt schon in die Frührente zu gehen, obwohl sie es dringend nötig hätte (sie wird jetzt 60). Aber sie hat ihr Lachen nie verloren. Ich beneide sie darum. Bloß all diese Jahre und all dieser ganze Verlust haben bei ihr seelisch sehr viel Schmerz hinterlassen, so dass sie halt zugenommen hat. Ich meine, viele Leute können selber etwas dafür, wenn sie dick sind, weil sie einfach zu viel essen, aber ich wüsste nicht, wie es mir gehen würde, wenn mir das Schicksal so oft mitspielt. Ich hoffe einfach nur, dass sie nie ihr lachen verliert und einfach mal glücklich werden kann, ohne die ganze Probleme, die sie momentan noch bewältigen muss.

Naja und nun noch der
3. Punkt. Das ist nicht schwer, das ist eindeutig mein Bruder. Der hat eigentlich so gesehen seit er ein kleines Kind ist nur Pech im Leben. Wie oft war er schon verletzt und dann nicht einfach nur etwas verstaucht, sondern gleich das Glück ganz angezogen und sich was gebrochen. Man zählt da schon nicht mehr richtig mit. Eigentlich sind wir nur froh, wenn bei ihm mal alles in Ordnung ist. An das, wo ich mich noch daran erinnern kann fing an, als er ca. 3 Jahre alt war. Konnte gerade mal gut laufen, ist als kleiner Junge schön neugierig, wie sollte es auch anders sein. Meine Oma und mein Opa besitzen einen Garten mit einem Häuschen. Das Häuschen hat auch einen Speicher oder Dachboden, wie man so schön sagt, der von außerhalb zu erreichen ist. Also muss man da mit einer Leiter hoch. Mein Vater oder Opa, ich weiß es gerade nicht genau geht da also hoch. Mein Bruder denkt sich wohl, ah cool, da will ich mit, fängt also an diese Leiter hoch zu krabbeln und wie sollte es anders sein klatscht er natürlich schön auf den harten Steinboden und bricht sich was. So fing das eigentlich alles ganz genau an. Als wir dann in ein Dorf gezogen sind, lernte er auch Fahrrad fahren. Irgendwann auch ohne Stützräder, aber mit Helm. Unser Nachbar und ich sind gerade mit den Fahrrädern zurück gekommen, da klaut er sich mein Fahrrad und will los fahren. Ich versuche noch ihn aufzuhalten, weil er ohne Helm nicht fahren darf, er reißt sich los und verschwindet hinter der Hecke und man hörte es nur noch "Klatsch!" und dann ging das Geschrei eigentlich auch schon los. Ja, er hat sich hingepackt, schön auf den Kopf geknallt, ab ins Krankenhaus - Gehirnerschütterung... So ging das halt immer gut weiter, sei es dass er irgendwo herunter gefallen ist oder irgendwas. Wir haben uns bis dahin eigentlich nie wirklich gut verstanden, so ist das aber bei Kindern und Jugendlichen. Geschwister verstehen sich eigentlich nie wirklich gut in dieser Zeit. Naja, auch das sollte sich in unserem Leben ändern. Es muss wirklich immer erst etwas passieren, damit man merkt, wie wichtig einem jemand ist. Mein Bruder und mein Dad sind in einem Segelflugverein gewesen (mein Dad ist es heute noch). Ich war mit meinem damaligen Freund unterwegs und bekam einen Anruf von meinem Vater. Er fährt mit meinem Bruder ins Krankenhaus, sein Bein ist gebrochen, er hatte einen Unfall. Gut, ich hab mir nichts dabei gedacht, bin dann abends nach Hause gekommen, saß im Garten und dann sah ich schon (wieder) in dieses verweinte Gesicht meiner Mutter. Erst da realisierte ich, dass es wohl nicht einfach nur ein Beinbruch war. Ja, dann fing mein Papa mir ganz ruhig an zu erzählen, dass mein Bruder mit dem Flugzeug (er durfte bereits alleine fliegen) abgestürtzt ist. Er hatte wahnsinniges Glück gehabt. Neben dem Flugplatz sind nur Felder. Und dort stehen 3 Bäume, nicht mehr. Und genau diese Bäume haben ihn abgefangen, so dass er das überlebt hat. Er hatte einen gebrochenen Lendenwirbel (gott sei Dank ist er nicht gelähmt), eine Gehirnerschütterung (musste 2 mal im Gesicht genäht werden), zwei gebrochene Versenbeine und einen Schienbeintrümmerbruch. Ich habe ihn jeden Tag besucht, bin sofort nach der Arbeit hin gefahren, immer wenn ich Zeit hatte war ich da, um bei meinem kleinen Bruder zu sein. Zu diesem Zeitpunkt war er 15 Jahre alt. Er war sehr lange Zeit im Krankenhaus, musste danach noch ne Zeit in die Reha und später noch einmal operiert werden mit Hauttransplantationen usw. Es war nicht einfach. Für keinen von uns. Als ich ihn am ersten Tag im Krankenhaus gesehen habe, hat es mir den Boden unter den Füßen weg gezogen. Ich brauchte erst einmal Wasser, damit ich diesen Anblick verdauen konnte. Er wurde gerade frisch operiert, aber er lag da wie tot. Ich werde diesen Anblick niemals vergessen können. Am nächsten Tag ging es dank der Schmerztabletten recht gut, er konnte sich an nichts mehr erinnern, aber er konnte gut mit uns reden. Darauf jedoch, als ich alleine hin bin, hat es mir wieder den Boden unter den Füßen weg gezogen, er schrie fürchterlich vor Schmerzen. Die Betäubung hatte nach gelassen und es war ein Horror für mich, ihn da so zu sehen. Die Schreie hallen heute noch in meinen Ohren, wenn ich daran denke. Ich habe oft geweint und gehofft, dass alles wieder gut wird. Ich hatte auch Tränen in den Augen, als er später wieder zu Hause war und meinte, welches Mädchen will ihn denn jetzt noch haben mit den ganzen Narben überall. Um ihn aufzumuntern sagte mein Dad zu ihm "Narben machen sexy"... Es war süß, aber er tat mir so leid. Mittlerweile hatte er schon ein paar Freundinnen, auch wenn jetzt nicht unbedingt die besten Griffe. Seit diesem Tag verstehen wir uns super, es gab nie wieder Zoff oder irgendwas. Aber dennoch hätte ich das ganze auch gerne ohne diesen Unfall gehabt. Aber Gott sei dank, es geht ihm heute gut (von den ganzen Problemen mal abgesehen) und er kann fast richtig laufen, ohne das es auffällt.

Ich denke, solche Menschen haben es verdient, wenn man sie erwähnt und man kann sie als Schicksale bezeichnen. Dagegen sind wirklich so kleine Wehwehchen Nebensache.... Darüber sollte man einmal nachdenken.
von Laila888 - veröffentlicht in: Gefühle - Community: Befreiung des "Inneren" Kindes
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Silbermond - Irgendwas bleibt


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